Immobilien-ABC

Kredit

Geld leihen, um Immobilien zu kaufen, zu bauen oder zu sanieren – wie ein Kredit funktioniert

Ein Kredit ist die befristete Überlassung eines Geldbetrags durch ein Kreditinstitut an eine Privatperson oder ein Unternehmen – gegen Zinsen und mit der Pflicht zur Rückzahlung nach vereinbarten Bedingungen. Im Immobilienbereich ist der Kredit das wichtigste Finanzierungsinstrument überhaupt, weil Kaufpreise, Baukosten oder größere Sanierungen selten vollständig aus eigenen Mitteln gedeckt werden können. Ohne Fremdkapital wäre der Erwerb einer Immobilie für die meisten Menschen schlicht nicht möglich.

Welche Kreditformen bei Immobilien üblich sind

In der Praxis dominiert das Annuitätendarlehen: Die monatliche Rate bleibt während der Zinsbindungsphase konstant, weil sinkende Zinszahlungen durch eine steigende Tilgung ausgeglichen werden. Das gibt Planungssicherheit und passt gut zur ländlich geprägten Pendlerlage rund um Grasberg und den Landkreis Osterholz, wo viele Haushalte langfristig kalkulieren müssen.

Daneben gibt es das klassische Tilgungsdarlehen, bei dem der Tilgungsbetrag gleich bleibt und die Zinslast im Laufe der Zeit sinkt. Endfällige Darlehen, bei denen der gesamte Kreditbetrag erst am Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird, spielen im privaten Immobilienkauf eine untergeordnete Rolle. Bauspardarlehen wiederum ermöglichen nach der Zuteilungsphase einen Kredit zu vorher festgelegten Konditionen – eine Option, die sich vor allem dann lohnt, wenn das Zinsniveau zum Zeitpunkt der Vertragsschließung günstig ist.

Konditionen, Zinsbindung und Sicherheiten

Welchen Zinssatz eine Bank anbietet, hängt von mehreren Faktoren ab: dem allgemeinen Zinsniveau, der Laufzeit, der Höhe des Eigenkapitals und der Bewertung der Immobilie. Je mehr Eigenmittel Sie einbringen, desto geringer ist das Risiko für die Bank – und desto besser sind in der Regel die angebotenen Konditionen. Als Sicherheit für den Kredit wird üblicherweise eine Grundschuld auf die finanzierte Immobilie eingetragen, die im Grundbuch beim Grundbuchamt Osterholz-Scharmbeck vermerkt wird.

Ein Punkt, den viele Käufer erst spät im Blick haben: Zur Finanzierungssumme kommen die Kaufnebenkosten hinzu – darunter die Grunderwerbsteuer. In Niedersachsen beträgt sie 5,0 Prozent des Kaufpreises; wer auf Bremer Stadtgebiet kauft, zahlt seit dem 1. Juli 2025 erhöhte 5,5 Prozent. Diese Beträge sind selten kreditfinanzierbar und sollten aus Eigenkapital gedeckt werden.

Kreditprüfung: Was die Bank bewertet

Bevor ein Kreditinstitut einen Immobilienkredit zusagt, prüft es die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Antragstellers. Dazu zählen Gehaltsnachweise oder Steuerbescheide, eine Schufa-Auskunft sowie eine detaillierte Haushaltsrechnung, die Einnahmen und laufende Ausgaben gegenüberstellt. Ziel ist es festzustellen, ob die geplante Monatsrate dauerhaft tragbar ist.

Wer eine Immobilie in der Region kaufen möchte – sei es ein Einfamilienhaus in Grasberg oder einen Resthof im Landkreis Verden – sollte die Unterlagen frühzeitig zusammenstellen. Eine vollständige Vorbereitung beschleunigt die Entscheidung der Bank und verbessert die eigene Verhandlungsposition. Bei Bestandsgebäuden auf Moor- oder Marschböden, wie sie im Teufelsmoor rund um Worpswede verbreitet sind, kann die Bank zusätzlich ein Bodengutachten anfordern, da der Untergrund den Wert und damit den Beleihungswert der Immobilie erheblich beeinflusst.

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